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Klettersteige Südtirol / Klettern im Hochpustertal

Die Dolomiten rund um das Hochpustertal sind eine Region der Superlative. Kaum eine Berglandschaft bietet ein vergleichbares Panorama. Klar, dass in diesem schier endlosen Gewirr von Gipfeln und Wänden über die Jahre auch alpinistisch Geschichte geschrieben wurde: Drei Zinnen, Sextner Sonnenuhr oder Alpinisteig – immer wieder wurden hier die Grenzen des Menschenmöglichen beim Klettern weiter nach oben geschoben. Doch auch in anderer, weniger schöner Art und Weise waren die Dolomiten Schauplatz der Geschichte während des ersten Weltkrieges. Heute herrschen glücklicherweise längst wieder friedliche Zeiten in den Alpen und einige Relikte der Dolomitenfront, wie angelegte Steige und Tunnel, bieten Klettersteigbegeisterten vielseitige Möglichkeiten.

Klettersteige für jeden Geschmack
Neben der Geschichte ist in den Dolomiten noch etwas allgegenwärtig: der Fels. Steile Wände wohin das Auge blickt. Felsen dominieren den Horizont, ragen aus dem Pragser Wildsee empor oder erheben sich direkt über sanft ansteigenden Wegen. Der normale Bergsteiger blickt oft voller Erfurcht auf diese vertikalen Riesen und erstarrt vor Respekt, wenn er eine Seilschaft hoch oben in den Felsen entdeckt.

Doch nicht nur mutige Kletterer sind dort unterwegs, auch ambitionierte Wanderer können in diese steile Welt einsteigen. Mit einem Klettersteigset ist es jedem unkompliziert möglich, sich selbst an den Drahtseilen, die in den Felsen eingespannt und verankert sind, sowie an den Leitern zu sichern. Einsteiger können bei einem Klettersteigkurs in einer Bergschule die Sicherungstechnik der Via Ferrata, wie die Klettersteige auch genannt werden, direkt von einem Bergprofi erlernen.

Die Grundlagen sind schnell verständlich und schon bald ist man in der Lage, einfachere »Eisenwege« selbständig zu begehen. Außer der normalen Ausrüstung, die für anspruchsvolle Wanderungen gebraucht wird, benötigt der Klettersteigler noch einen Gurt, ein Klettersteigset zur Sicherung und einen Helm zum Schutz vor Steinschlag. Auf schwereren Steigen leisten Handschuhe und spezielle Schuhe, die auch in steilen Felspassagen sicheren Halt geben, wertvolle Dienste. Neben der richtigen Ausrüstung und Ausbildung ist vor allem Trittsicherheit wichtig, um Klettersteige sicher und mit Spaß begehen zu können.

Paradies für Einsteiger – Paternkofel mit Blick auf die Drei Zinnen
Ein Paradesteig für Einsteiger im Südtiroler Hochpustertal führt auf den Paternkofel. Der überwältigende Ausblick auf die Nordwände der Drei Zinnen, welche sich in direkter Nachbarschaft erheben, ist selbst in den Dolomiten nur schwer zu übertreffen. Bei diesem Ausblick fällt es schwer, sich auf den Steig zu konzentrieren. Gleich zu Beginn geht es durch einige Tunnel, die allesamt während des ersten Weltkrieges angelegt wurden. An den Tunnelfenstern wird die Finsternis der Stollen (eine Stirnlampe lohnt sich!) durch eine grandiose Aussicht abgelöst. Über verschiedene Bänder und steilere Passagen erreicht man schließlich das Gipfelkreuz des Paternkofel und kann den herrlichen Rundumblick genießen. Der Abstieg führt wieder durch zahlreiche Stollen hinab und endet in unmittelbarer Nähe zu den Drei Zinnen und der Drei Zinnen Hütte am Paternsattel. Auch Kinder können diesen Klettersteig bei entsprechender Fitness bewältigen.

Klettersteig für Fortgeschrittene – über Leitern auf den Toblinger Knoten
Versierte Klettersteigler sollten sich einmal den Steig auf den Toblinger Knoten genauer anschauen. Auf diesen schroffen Gipfel führt der sogenannte »Leiternsteig«. Der Name ist nicht ohne Grund so gewählt. Auf zahlreichen senkrechten und sogar leicht überhängenden Leitern geht es durch imposante Wände und Kamine. Hier ist schon einiges an Kraft in den Armen notwendig. Bereits der Einstieg fordert einen geübten Begeher von Klettersteigen: Durch die steile Verschneidung führt zwar ein Drahtseil, doch es gibt keine künstlichen Tritte und auch der Fels ist ziemlich kompakt.

Wer die Leidenschaft für Klettersteige für sich entdeckt hat, wird in ihrem Bann gehalten. Schon auf dem Gipfel wird nach dem nächsten Ziel Ausschau gehalten. Doch in den Dolomiten rund um das Südtiroler Hochpustertal muss man sich darüber keine Sorgen machen, lohnende Gipfel und vor allem Klettersteige gibt es hier mehr als genug.

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Quelle: Informationen Tourismusverband Hochpustertal